Vortrag  |  Daegu (Südkorea)  |  November 2014
Weniger ist mehr

»Wichtig ist eine wie auch immer geartete Urkunde, die Nennung des Namens und später die Aufnahme in ein Ranking, das all den Unsinn zusammenzählt und eine Position vergibt.« schrieb Olaf Leu.
Auf Einladung von Buchgestalter und Prof. Jeong Jae Wan sprach Susanne Zippel an der Yeongnam University Daegu über Wettbewerbe, Auszeichnungen und Rankings, über Preismüdigkeit der Branche und Designpreise als Geschäftsmodell, als Selbstzweck und »Jahrmarkt der Eitelkeiten«.
Denn wer sich permanent an fremden Maßstäben orientiert, gar mißt, verliert Wichtiges aus den Augen. Identität und Selbstverständnis von Designern sind Grundlage für die Qualität ihrer Arbeit, die wiederum zur Positionierung und Identität beiträgt: Betrachtet als originäre, großartige Leistung, ist das einzigartige Schriftsystem Hangul ein Werk, das der konsequenten Fokussierung und Besinnung auf kulturelle Identität bedurfte anstelle überflüssiger Orientierung an westlichen Perspektiven. Susanne Zippel verdeutlicht an diesem herausragenden Beispiel aus der Design-Praxis ihre Position, die zugleich Titel ihres Vortrags war: »Manchmal ist (k)ein Design-Preis eine Auszeichnung.«

 

Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

: