Vortrag  |  Düsseldorf (Germany)  |  Januar 2015
Konferenz: China Business Insights

Am 26. Januar fand in Düsseldorf die erste China-Konferenz CHINA BUSINESS INSIGHTS in Kooperation des Handelsblattes und der HSBC statt, die mit fast 300 Teilnehmern bis auf die Stehplätze ausgebucht war. Während die Keynote-Sprecher wie Daimler-Chef Dieter Zetsche oder Stephen King, Chefvolkswirt der HSBC, mit vielen Zahlen, Daten und erfreulichen Pro-China-Fakten aufwarteten, ging es in den diversen Podiumsdiskussionen kontroverser zu. Die zum Beispiel von Shi Mingde, chinesischer Botschafter in Deutschland, vorgetragene Idee eines Freihandelsabkommens der EU mit China wurde zum provokanten Dauerthema.

Susanne Zippel sprach in ihrem reich bebilderten Vortrag »Visuelle Kommunikation – was ist anders in China?« über die Herausforderungen, ein Corporate Identity westlicher Unternehmen für den chinesischen Markt anzupassen und setzte sich damit nicht nur optisch, sondern thematisch stark von den anderen Referenten ab. An vielen Beispielen begründete sie ihre Auffassung von gelungenen und weniger gelungenen »visuellen Übersetzungen« westlicher Unternehmenspräsentationen in China. Aus dem Publikum kam die Frage, ob denn nun chinesische Kunden weniger kaufen, »nur weil ein chinesisches Logo nicht so perfekt gestaltet ist, wie eines in der Originalsprache«. Die darauf folgende Diskussion über den Zusammenhang von klar definierten Identitätsmerkmalen und der Stärke einer Marke gerade in einer globalen Welt mit zunehmend ähnlichen sowie qualitativ gleichermaßen hochwertigen Produkten, war angeregt. Ein deutscher Gewürzhersteller, produzierend in China, antwortete: »Ich sage immer, wenn man schon kocht, sollte es auch schmecken. Und wie jeder weiß, der auch nur einmal vor Ort war, gerade in China kocht man mit guten Geschmack.«

 

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